Menschen, die im Lauf der Jahrhunderte ihr Leben mit Budachów verbunden haben: Gutsbesitzer, Lehrer, Chronisten und Baumeister. Die Reihenfolge ist chronologisch. Die meisten Angaben stammen aus deutschen heimatkundlichen Darstellungen, deshalb nennen wir bei jeder Person die Quellen. Die Ereignisse finden Sie in der Chronik.
Anton von Pannwitz
Gutsbesitzer, Rittmeister
um 1664/65 – 1735
Sohn von Christian von Pannwitz und Enkel von Anton d. Ä., der Budachów 1630 kaufte. Er diente in der brandenburgischen Armee und schied als Rittmeister aus. 1711–1719 wird er als in Budachów wohnhaft genannt. Mit Helena Dorothea von Glaubitz hatte er fünf Kinder. Sein Sohn Friedrich war der letzte Pannwitz auf Budachów.
Quellen: Gemeinde Bytnica, Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Karl Friedrich Scholz
Gutsbesitzer, Stifter der Kirche
gest. 1789
Er kaufte das verschuldete Gut nach dem Aussterben der Pannwitz im Jahr 1740. Auf ihn geht die barocke Kirche von 1782–1785 zurück, die bis heute in der Dorfmitte steht. Nach seinem Tod übernahm sein Schwiegersohn Carl Friedrich von Ludwig das Gut.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Johann Gottlieb Lindner
Küster, Schöpfer des Altars
Lebensdaten unbekannt
Küster in Budachów, der 1789 den Kanzelaltar der neuen Kirche schuf.
Quellen: Heimatkreis Crossen/Oder
Carl Friedrich von Ludwig
Gutsbesitzer
Lebensdaten unbekannt, seit etwa 1806 verschollen
Schwiegersohn von Karl Friedrich Scholz und Besitzer des Gutes ab 1789. Nach der deutschen Chronik ließ er um 1795 auf dem Weinberg im Park den Pavillon mit Weinpresse errichten, der heute als Weinturm aus Budachów im Freilichtmuseum Ochla steht. 1795 zog er nach Crossen, 1806 kämpfte er gegen Napoleon und blieb verschollen.
Friedrich Wilhelm von Zastrow
Gutsbesitzer
22. Dez. 1752 – 22. Juli 1830
Er stammte aus Wielichowo. 1810 kaufte er Budachów für 75 000 Taler. Nach seinem Tod erbte sein Sohn Otto das Gut und verkaufte es 1838 an Eduard Endell.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Friedrich Gottlieb Klaunig
Kantor, Lehrer, Chronist
geb. 25. Mai 1786 in Ogrossen bei Calau
Über ein halbes Jahrhundert, vom Dezember 1806 bis zum 1. Januar 1860, unterrichtete er an der Schule in Budachów und versah das Kantorenamt in der Kirche. Er verfasste eine Dorfchronik (Geschichte von Baudach), auf die spätere Autoren zurückgriffen. Die Handschrift ist seit 1945 verschollen. Im Ruhestand lebte er in Drzewica (Drewitz).
Quellen: Heimatkreis Crossen/Oder
Eduard Endell
Gutsbesitzer, Regierungsrat
gest. 12. Jan. 1861
Er kaufte Budachów im Dezember 1838 von Otto von Zastrow. Nach seinem Tod führte seine Witwe Julie geb. Nauck das Gut gemeinsam mit Wilhelm Fournier.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Wilhelm Fournier
Gutsbesitzer, Hauptmann
um 1831 – 9. Dez. 1902
Er stammte aus einer Berliner Hugenottenfamilie. Ab den 1860er Jahren Mitbesitzer, später Besitzer des Gutes, das er unter anderem um Tammendorf erweiterte. Seinen Bemühungen verdankt Budachów den Bahnhof an der 1872–1874 eröffneten Strecke.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Rose Fournier
Gutsbesitzerin
um 1842 – 29. Apr. 1927
Witwe von Wilhelm Fournier. 25 Jahre lang, von 1902 bis zu ihrem Tod, führte sie das Gut, das 1914 2155 ha umfasste. Unterstützt wurde sie von ihrem Schwiegersohn, General Viktor Dallmer.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder
Viktor Dallmer
General der Infanterie
25. Juli 1852, Beinsdorf (Mieszków) – 22. Jan. 1936, Baudach
Preußischer Offizier, im Ersten Weltkrieg Kommandeur der 10. Reserve-Division, ausgezeichnet mit dem Pour le Mérite mit Eichenlaub. Schwiegersohn der Fourniers. Er verwaltete das Gut für die Erbengemeinschaft. Bei der Erbteilung fiel das Hauptgut an ihn, später an seinen Sohn Friedrich. Er starb in Budachów. Die deutsche Dorfchronik nennt als Todesdatum den 21. Januar 1935.
Quellen: Zamki Lubuskie, Heimatkreis Crossen/Oder, Wikipedia – Viktor Dallmer
Walther L. Fournier
Schriftsteller, Jäger
24. Nov. 1869, Baudach – 9. März 1943, Tammendorf
Der zweite von drei Söhnen Wilhelm Fourniers, geboren und aufgewachsen auf dem Gut Baudach. Er schrieb über hundert Beiträge für die Zeitschrift „Jagd und Hund“ und mehrere Jagdbücher, teils unter dem Pseudonym „Wilder Jäger“. Er bereiste Afrika 1896/97 und 1901.
Quellen: Wikipedia – Walther L. Fournier
Alfred Saemann
Lehrer, Schulleiter
Lebensdaten unbekannt
Der letzte deutsche Schulleiter in Budachów. In Beiträgen aus den Jahren 1927–1939 stützte er sich auf die später verschollene Chronik Klaunigs, wodurch ein Teil ihres Inhalts erhalten blieb.
Quellen: Heimatkreis Crossen/Oder
Hier fehlen noch die Menschen, die das Budachów der Nachkriegszeit geprägt haben: die ersten Siedler, Lehrer, Schulzen und die Frauen hinter den Budachower Piroggen. Wenn Sie ihre Geschichten kennen, teilen Sie sie mit uns, und wir nehmen sie auf.